derma11.jpg (98397 Byte) Lösung Haut-Bild 12:

Diagnose: Granuloma pyogenicum (Botryomykom, Granuloma pediculatum, Granuloma teleangiectaticum)
Die klinische Untersuchung zeigte einen baumnuss-grossen, braun-roten Tumor von sehr weicher Konsistenz.
Bei feinster Berührung kam es zu leichten Blutungen. Die regionalen Lymphknoten waren nicht palpabel.
Definition: Das Granuloma pyogenicum ist ein gutartiger, angiomatöser und leicht blutender Hauttumor, der meist nach einem infizierten Trauma innerhalb von Wochen entsteht. Eine spontane Genese ist möglich.
Klinik: Es handelt sich um weiche, kugelige und breitbasig aufsitzende Tumoren mit nur unvollständiger Epithelbedeckung. Die Oberfläche ist leicht mazeriert und erodiert und mit Blutkrusten bedeckt. Typisch ist eine leichte Verletzbarkeit mit darauffolgender Blutung. Der Tumor entwickelt sich zumeist im Gesicht, an Händen und Füssen, aber auch der Nabel kann betroffen sein.
Differentialdiagnose: Maligne Tumoren der Haut, insbesondere malignes Melanom, Basaliom, Spinaliom, Lymphom und Merkelzellkarzinom sind abzuklären. Die sehr weiche Konsistenz spricht gegen einen malignen Prozess.
Pathogenese: Im Anschluss an banale Verletzungen kommt es zu einem überschiessenden Granulationsgewebe.
Therapie: Abtragung mit CO2-Laser, elektrokaustische Entfernung, Exzision.
(bearbeitet von PD Dr.med.Peter Itin, dermat.Uniklinik Basel - aus Geriatrie Praxis 4/1998)

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