derma9_small.jpg (1088 Byte) Lösung Haut-Bild 10:

Diagnose: Eosinophile Fasziitis (Shulman-Syndrom, diffuse Fasziitis mit Eosinophilie)
Sie kann in jedem Lebensalter auftreten.
Sie ist gekennzeichnet durch sklerodermiforme Hautveränderungen. Es handelt sich um eine akut einsetzende Dermatose mit teigig-ödematöser, leicht erythematöser schmerzhafter Schwellung und ausgeprägter Induration der Extremitäten. Stamm oder Gesicht sind selten betroffen. Die Induration der Haut und des subkutanen Fettgewebes kann zu Gelenkkontrakturen führen.
Typisch ist die fehlende Raynaud-Symptomatik bei ansonsten der Sklerodermie nahestehenden Symptomen. Eine Beteiligung viszeraler Organe kommt nicht vor. Die eosinophile Fasziitis kann allerdings mit hämatologischen Erkrankungen einhergehen. In etwa 40% der Fälle findet sich eine ausgeprägte periphere Eosinophilie, oft begleitet von einer erhöhten Blutsenkungsreaktion und Hypergammaglobulinämie.
Die Histologie ist gekennzeichnet durch eine deutliche Verdickung und Sklerosierung der Faszie. Die kollagenen Fasern sind verdickt und fragmentiert. Es zeigt sich ein entzündliches Infiltrat mit Plasmazellen, Lymphozyten und zahlreichen Eosinophilen.
Differentialdiagnose: progressive Systemsklerose, Skleromyxödem, Hypereosinophilie-Syndrom, Borrelien-Morphea, Eosinophilie-Myalgie-Syndrom (hier aber auch internist. Begleiterkrankungen).
Therapie: systemische Glukokortikoide

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